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Zum Problem
Schaut man
sich in unseren Siedlungen um, so findet man als häufigstes
Garagentor das Schwingtor, und zwar meist in der nach außen
schwingenden Variante, die im Garageninnneraum Platz spart - und
damit den teuren - weil umbauten - Raum nutzbar macht (s. das (etwas
ältere) Foto rechts).
Ist dieser
zu Verfügung stehende Platz gering, etwa weil die Garage direkt
auf die Straße hinausführt, finden je nach baulichen
Gegebenheiten oft kompliziertere und teurere Lösungen eine
Anwendung: Sektional-, Roll-, Schiebetore oder nach innen schwingende
Schwingtore.
Letztere sind
besonders geeignet für Garagen, in denen der seitliche Platz
neben der Türöffnung genutzt werden soll, der Deckenraum
hingegen nicht genutzt wird, bzw. wenn die Garage lang genug ist,
um den verlorenen Innenraum in der Nähe des Tores auszugleichen.
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Außerdem ist das nach innen schwingende Schwingrtor das technisch
einfachste und günstigste Tor, das außerhalb der Garage
keinen Platz benötigt. Daher wird es auch häufig in Sporthallen
als Abriegelung der Geräteräume verwendet, wo ein nach
außen schwingendes Tor eine Verletzungsgefahr bergen würde.
Zur
Berechnung der Größe des nicht nutzbaren Raumes in der
Garage modelliert man das Problem zunächst. Die anschließende
Berechnung führt zu einer durch Geraden gebildeten Hüllkurve,
genauer: zu einem Ausschnitt einer Astroide (s.
u.).
Letztlich
stellt das Garagentorproblem eine Variation des bekannten Problems
der rutschenden Leiter dar.
Dieses
könnte später als Transferaufgabe gestellt werden, ebenso
wie etwa die Probleme, einen sperrigen Gegenstand um eine Korridorecke
oder ein Floß um eine Kanalecke zu bewegen. Weitere Informationen
dazu beim Lehrstuhl
für Mathematik und ihre Didaktik an der Uni Bayreuth.
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Die
Astroide
| Eine
Hypozykloide ist diejenige Kurve, die vom Peripheriepunkt
eines
Kreises beschrieben wird, wenn dieser Kreis ohne zu gleiten auf
der Innenseite
eines anderen Kreises abrollt.
Hypozykloiden
lassen sich beispielsweise mit einem Spirograph zeichnen.
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| Das
Gegenstück zu den Hypozykloiden bildet die Familie der Epizykloiden.
Die Kurve, die vom Peripheriepunkt eines Kreises beschrieben wird,
wenn dieser Kreis ohne zu gleiten auf der Außenseite eines
anderen Kreises abrollt, heißt Epizykloide.
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Die Astroide ist
eine Kurve aus der Familie der Hypozykloiden.
Je nach Verhältnis
m der Radien des festen und des rollenden Kreises entstehen unterschiedliche
Hypozykloiden.
A = Radius des festen
Kreises
a = Radius des rollenden Kreises
m = A/a.
Hypozykloiden:
Für m=2: A=2a: Die Kurve ist der Durchmesser des festen Kreises
Für m=3: Die Kurve besitzt 3 Zweige
Für m=4: Die Kurve besitzt 4 Zweige. Sie ist eine Astroide.
Im Zusammenhang der
Garagentoraufgabe stellt die Astroide eine von Geraden gebildete Hüllkurve
dar (Animation als Java-Applet).
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Voraussetzungen
Mathematische Voraussetzungen
- Kenntnisse aus
der Koordinatengeometrie: Geradengleichungen, Geradenscharen, Schnittpunktberechnung
- anschaulicher,
aber fundierter Begriff des Grenzwertes
Das Problem ist zu kompliziert als dass der Grenzwert hieran erarbeitet
werden könnte.
- evtl. Ableitungsbegriff
Auf Grund dieser
Voraussetzungen ist das Projekt etwa gegen Ende der 11.2 durchführbar,
beispielsweise als Abschlussprojekt zur Wiederholung wichtiger mathematischer
Begriffe und Ideen. Aus diesem Grund ist es auch in besonderer Weise geeignet
zu Beginn der 12.1, um in neu gebildeten Kursen auf Bekanntem auzubauen
und außerdem später in der Integralrechnung das Problem des
"veschenkten" Raumes wieder aufzugreifen.
Vorausgesetzte
DERIVE-Kenntnisse
- allgemeine Grundkenntnisse
der Bedienung
- Gleichungen lösen
- Graphen zeichnen
Die Bedienung des
Programmes DERIVE jeweils nach Bedarf während der Problemlösung
einzuführen, halten wir für ungünstig, weil viele Einzeloperationen
zur Lösung des Problems kombiniert und durchgeführt werden müssen.
Dazu sollten die Schüler auf ein solides Grundwissen von Einzelmethoden
in DERIVE zurückgreifen können. Außerdem wird hier erst
spät ein wirkliches Ergebnis erreicht, so dass das Problem schnell
unübersichtlich wird. Wollte man tatsächlich DERIVE erst mit
dem Garagentorproblem einführen, müsste man die Schüle
viel enger lenken sowie mehr Zeit für die Bearbeitung der Arbeitsblätter
und für Integrationsphasen einplanen.
Daher könnten
evtl. fehlende Kenntnisse besser in einer vorausgehenden Doppelstunde
vermittelt werden.
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Lernziele/ Intentionen:
kognitive Lernziele
Die Schüler
sollen
- die Einsatzmöglichkeiten
unterschiedlicher Typen von Garagentoren ableiten, indem sie deren Vor-
und Nachteile gegeneinander abwägen.
- ihre Kenntnisse
aus der Koordinaten- sowie Elementargeometrie (Satz des Pythagoras)
anwenden, um zu anschaulichen Teillösungen des Problems zu gelangen
- den bekannten
Begriff des Grenzwertes vertiefen, indem sie ihn an diesem Beispiel
in besonders anschaulicher Weise verwenden
- den Begriff der
Hüllkurve erarbeiten, indem sie am konkreten Beispiel der Öffnung
eines Garagentores eine Hüllkurve berechnen und zeichnen und anschließend
ihre Vorgehensweise reflektieren.
- die neu erworbene
Kompetenz im Parametrisieren und Zeichnen von Hüllkurven auf ein
ähnliches Problem (Türgriffproblem) transferieren
methodische Lernziele
Die Schüler
sollen
- vereinfachende
Modellannahmen treffen und nach der Rückübertragung der mathematischen
Lösung auf das Realproblem diese kritisch hinterfragen.
- über längere
Zeit ein Problem konzentriert verfolgen und das Ziel im Auge behalten,
auch wenn die Lösung aus vielen Teillösungen besteht, indem
sie zwischendurch ihren Fortschritt reflektieren und die weitere Vorgehensweise
planen.
- ihre Entscheidungsfähigkeit
vertiefen, welche Arbeitsteile ein Computer übernehmen kann, indem
sie ihn als Rechenknecht für umfangreiche und langwierige Berechnungen
sowie zur graphischen Veranschaulichung nutzen.
- die Einsicht in
die Notwendigkeit korrekter mathematischer Syntax vertiefen, da ein
Rechner keinen noch so kleinen Fehler verzeiht.
- ihre Kompetenzen
im Umgang mit neuen Medien insbesondere mit dem CAS DERIVE erweitern.
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Durchführung
Als Sozialform bei
Arbeiten mit dem Computer bietet sich schon aus organisatorischen Gründen
die Partnerarbeit an. In den meisten Schulen ist nicht für jeden
Schüler ein Computer vorhanden, bei mehr als 2 Schülern pro
PC kann aber häufig nicht jeder die Tastatur bedienen und den Bildschirm
gut einsehen. Die einmal gebildete Paarkonstellation sollte während
des gesamten Projekts unverädnert bleiben, um ein Anknüpfen
an zuvor Erarbeitetes nicht zu erschweren. Günstig ist es, die Schüler
so zu mischen, dass Schüler mit Computererfahrung mit solchen ohne
derlei Kenntnisse zusammen arbeiten.
Zwischen den dominierenden
Arbeitsphasen am Rechner sind auch Intgrationsphasen mit Unterrichtsgesprächen
und Präsentationsphasen mit dem Beamer vorgesehen, um eine Sicherung
zu gewährleisten sowie schwächeren Schülern eine neue Gelegenheit
zur Weiterarbeit zu bieten.
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Literatur
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